{"id":96802,"date":"2023-10-27T12:13:32","date_gmt":"2023-10-27T10:13:32","guid":{"rendered":"https:\/\/test5.mi-backup.ch\/?p=96802"},"modified":"2023-10-27T16:04:57","modified_gmt":"2023-10-27T14:04:57","slug":"christus-unser-koenig","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/test5.mi-backup.ch\/de\/christus-unser-koenig\/","title":{"rendered":"Christus, unser K\u00f6nig"},"content":{"rendered":"<section class=\"content-page__text content-page__text--summary\">\n<div class=\"summary-body\">\n<p><a href=\"https:\/\/test5.mi-backup.ch\/wp-content\/uploads\/2023\/10\/Zitat-2023_KW43_5-scaled.jpg\"><img loading=\"lazy\" class=\"alignnone wp-image-96803\" src=\"https:\/\/test5.mi-backup.ch\/wp-content\/uploads\/2023\/10\/Zitat-2023_KW43_5-scaled.jpg\" alt=\"\" width=\"799\" height=\"420\" srcset=\"https:\/\/test5.mi-backup.ch\/wp-content\/uploads\/2023\/10\/Zitat-2023_KW43_5-scaled.jpg 2560w, https:\/\/test5.mi-backup.ch\/wp-content\/uploads\/2023\/10\/Zitat-2023_KW43_5-300x158.jpg 300w, https:\/\/test5.mi-backup.ch\/wp-content\/uploads\/2023\/10\/Zitat-2023_KW43_5-1024x538.jpg 1024w, https:\/\/test5.mi-backup.ch\/wp-content\/uploads\/2023\/10\/Zitat-2023_KW43_5-768x403.jpg 768w, https:\/\/test5.mi-backup.ch\/wp-content\/uploads\/2023\/10\/Zitat-2023_KW43_5-1536x807.jpg 1536w, https:\/\/test5.mi-backup.ch\/wp-content\/uploads\/2023\/10\/Zitat-2023_KW43_5-2048x1076.jpg 2048w, https:\/\/test5.mi-backup.ch\/wp-content\/uploads\/2023\/10\/Zitat-2023_KW43_5-425x223.jpg 425w, https:\/\/test5.mi-backup.ch\/wp-content\/uploads\/2023\/10\/Zitat-2023_KW43_5-600x315.jpg 600w\" sizes=\"(max-width: 799px) 100vw, 799px\" title=\"\"><\/a><\/p>\n<p><strong>Nach traditionellem katholischen Kalender wird am letzten Sonntag im Oktober Christus als K\u00f6nig gefeiert. Der folgende Text von Pr\u00e4lat Robert M\u00e4der zeigt, mit welcher Begeisterung die eifrigen Katholiken die Enzyklika <em>Quas primas<\/em> von Pius XI. \u00fcber das Christk\u00f6nigtum aufgenommen haben, mit der auch das Christk\u00f6nigsfest eingef\u00fchrt wurde.\u00a0<\/strong><\/p>\n<\/div>\n<\/section>\n<section class=\"content-page__text\">\n<h2>Das Manifest des K\u00f6nigtums<\/h2>\n<figure id=\"attachment_96821\" aria-describedby=\"caption-attachment-96821\" style=\"width: 200px\" class=\"wp-caption alignright\"><img loading=\"lazy\" class=\"wp-image-96821\" src=\"https:\/\/test5.mi-backup.ch\/wp-content\/uploads\/2023\/10\/robert-maeder.png\" alt=\"Pr\u00e4lat Robert M\u00e4der\" width=\"200\" height=\"284\" srcset=\"https:\/\/test5.mi-backup.ch\/wp-content\/uploads\/2023\/10\/robert-maeder.png 541w, https:\/\/test5.mi-backup.ch\/wp-content\/uploads\/2023\/10\/robert-maeder-212x300.png 212w, https:\/\/test5.mi-backup.ch\/wp-content\/uploads\/2023\/10\/robert-maeder-388x550.png 388w\" sizes=\"(max-width: 200px) 100vw, 200px\" title=\"\"><figcaption id=\"caption-attachment-96821\" class=\"wp-caption-text\">Pr\u00e4lat Robert M\u00e4der<\/figcaption><\/figure>\n<p>Mir ist&#8217;s, als m\u00fcsse wieder Weihnachten sein, eine gro\u00dfe Geburtstunde, der Anfang einer neuen, starken, sch\u00f6neren Zeit. Ich kann die Enzyklika des Heiligen Vaters \u00fcber das K\u00f6nigtum Christi einfach nicht aus dem Kopf bekommen. Ich meine, es sei eine frohe Botschaft, die zu den au\u00dferordentlichen Gnaden des Jahrhunderts geh\u00f6rt. Der gro\u00dfe Monarch, auf den so viele mit Sehnsucht gewartet, er ist da. Christus der K\u00f6nig! Das Weihnachtsmanifest des elften Pius, die Proklamierung der Weltmonarchie des Gottmenschen \u00fcber die V\u00f6lker!<\/p>\n<p>Und ich h\u00f6rte wie eine Stimme einer gro\u00dfen Schar und wie das Rauschen vieler Wasser und wie das Rollen starker Donner. Die sprach: Alleluja! Es regiert der Herr, unser Gott, der Allm\u00e4chtige! Lasset uns freuen und frohlocken und ihm die Ehre geben. Und ich sah den Himmel offen, und siehe, ein wei\u00dfes Pferd, und der darauf sa\u00df, hie\u00df der Treue und Wahrhaftige. Seine Augen waren wie Feuerflammen und auf seinem Haupte waren viele Kronen. Und aus seinem Munde geht ein scharfes, zweischneidiges Schwert, da\u00df er damit die V\u00f6lker schlage. Er wird sie regieren mit eisernem Zepter. Und auf seinem G\u00fcrtel ist geschrieben: K\u00f6nig der K\u00f6nige und Herr der Herren. (Offenbr. 19)<\/p>\n<p>Lang genug hat es gehei\u00dfen auf allen Trib\u00fcnen und allen Gassen: Er ist gestorben. 1789 sein Todesjahr. Die Nationalversammlung war sein hoher Rat. Seitdem hat er seine offizielle Rolle im Rate der V\u00f6lker ausgespielt. Wir leben nicht mehr im Mittelalter. Die Welt ist unterdessen liberal geworden. Christus mag im sogenannten stillen K\u00e4mmerlein privater Fr\u00f6mmigkeit oder als Sakristeigott eines rein religi\u00f6sen Katholizismus noch sein Dasein fristen, als Souver\u00e4n der Nationen, als Gesetzgeber und Richter der V\u00f6lker ist er abgetan. Die Verfassungen kennen und anerkennen ihn nicht mehr. Er ist h\u00f6chstens wie andere eine private Pers\u00f6nlichkeit auf dem Boden des allgemeinen Rechtes. Aber nicht mehr universaler und absoluter Monarch. Religion und Politik sind durch staatlichen Machtspruch und den Willen des Volkes Getrennte und Geschiedene.<\/p>\n<p>Der K\u00f6nig ist tot, sagt die liberale Politik, er hat in den zeitlichen Angelegenheiten der Nationen offiziell nichts mehr zu schaffen. Die Volkswirtschaft f\u00fchrt vielleicht nicht eine so radikale Sprache, obschon ihre Wirkungen gleich verh\u00e4ngnisvoll sind. Die Wirtschaft sagt: Der K\u00f6nig mischt sich nicht in unsere Belange. Der K\u00f6nig schl\u00e4ft! Der K\u00f6nig sieht nicht, was wir machen. Der K\u00f6nig ist taubstumm und lahm. Christus befasst sich nicht mit dem Technischen und Kaufm\u00e4nnischen des Alltagslebens. Das Gesch\u00e4ft ist neutrale Zone, jenseits von Gut und B\u00f6s.<\/p>\n<p>Der Sonntag mag Gott geh\u00f6ren, der Werktag geh\u00f6rt dem Handwerker, dem Kaufmann, dem Bauern, dem Arbeiter. Was hat Jesus in den Werkst\u00e4tten, Fabriken, B\u00fcros, Warenh\u00e4usern zu tun? Was auf den Banken und Marktpl\u00e4tzen? Was k\u00fcmmert er sich um Preiskurants und Lohnfragen und Mietvertr\u00e4ge und Bilanzen? Gott ist zu gro\u00df, um sich zu so kleinen Dingen herabzulassen. K\u00f6nige haben anderes zu tun. So der Kapitalismus und Sozialismus.<\/p>\n<p>Der K\u00f6nig ist nicht daheim. Der K\u00f6nig ist im Himmel, sp\u00f6ttelt sogenannte Bildung. Auf Erden f\u00fchrt an seiner Stelle der Professor das Wort. Die Schule ist sein Reich. Glaube und Wissenschaft haben nichts miteinander zu schaffen. Die St\u00e4tten des Unterrichtes m\u00fcssen Freiland sein, unber\u00fchrt von jeder konfessionellen Beeinflussung und kirchlicher Vorherrschaft. Jeder an seinem Platz: Gott im Himmel, in der Schule der Gelehrte, der Mann der freien Forschung! Und wie die Phrasen alle lauten.<\/p>\n<p>Der gebildete Hochmut will wie politischer Stolz und wirtschaftlicher Gr\u00f6\u00dfenwahn nichts wissen vom souver\u00e4nen und allgemeinen K\u00f6nigtum Christi. Ob man sagt: der K\u00f6nig ist tot, oder: der K\u00f6nig schl\u00e4ft, oder: der K\u00f6nig ist fort &#8212; die ganze moderne Welt hat sich verschworen: Wir wollen nicht, dass dieser da \u00fcber uns herrsche! Die gleiche Melodie wie am Karfreitag. Ein sozialer Gottesmord!<\/p>\n<p>Und nun kommt Pius XI. mit seiner Enzyklika, und es t\u00f6nt wie das Rauschen vieler Wasser und wie das Rollen starker Donner: Alleluja! Der K\u00f6nig ist nicht tot, der K\u00f6nig lebt! Der K\u00f6nig schl\u00e4ft nicht, der K\u00f6nig wacht! Der K\u00f6nig ist nicht fort, der K\u00f6nig ist noch da! Jesus lebt, regiert, herrscht. Wir verk\u00fcnden das unumschr\u00e4nkte, oberste allgemeine K\u00f6nigtum Jesu nicht nur \u00fcber alle Personen, sondern auch \u00fcber alle Gesellschaften, Staaten, V\u00f6lker, Regierungen. Wir proklamieren die Universalmonarchie des Gekreuzigten \u00fcber die ganze moderne Welt. Wir stellen 1925 gegen 1789! Die Erkl\u00e4rung der Gottesrechte auf die Gesellschaft gegen\u00fcber der Erkl\u00e4rung revolution\u00e4rer Menschenrechte!<\/p>\n<p>Das Universalk\u00f6nigtum Jesu \u00fcber die menschliche Gesellschaft ist kein neues Dogma. Es ist einfach das feierliche Manifest einer uralten biblischen aber vielfach vergessenen Lehre, die zu jenem Kapitel unbestreitbarer Wahrheiten geh\u00f6rt, ohne welche die Menschheit nicht bestehen kann, wenn sie nicht am Selbstmord untergehen will. Der zweite Psalm schon scheint geradezu f\u00fcr die Zeit nach 1789 verfasst worden zu sein. Er entwirft ein klassisches Bild vom liberalen Jahrhundert: Tobende V\u00f6lker, aufr\u00fchrerische Nationen, F\u00fcrstenkomplotte gegen Christentum und Papsttum und Kirchengesetz sind der Inhalt seiner Geschichte. &#8220;Lasset uns zerrei\u00dfen ihre Bande und absch\u00fctteln ihr Joch.&#8221;<\/p>\n<p>Man meint beim Lesen von Psalm zwei jener Sommernacht beizuwohnen, wo die modernen Freiheiten verk\u00fcndet wurden. Umsonst! Der im Himmel wohnt, lacht. Der alte Gott lebt noch. Der Psalm f\u00e4hrt weiter. Der Gedanke des Universalk\u00f6nigtums Jesu wird von Gott auch gegen\u00fcber moderner Revolution und liberaler Demokratie festgehalten. Die Nationen werden des Messias Erbe, sein Eigentum der Erde Grenzen. Er beherrscht sie mit eisernem Zepter und zertr\u00fcmmert sie wie T\u00f6pfergeschirr. So t\u00f6nt&#8217;s aus dem Psalme.<\/p>\n<figure id=\"attachment_96831\" aria-describedby=\"caption-attachment-96831\" style=\"width: 300px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"https:\/\/test5.mi-backup.ch\/wp-content\/uploads\/2023\/10\/Christus-Pantokrator.png\"><img loading=\"lazy\" class=\"wp-image-96831 size-medium\" src=\"https:\/\/test5.mi-backup.ch\/wp-content\/uploads\/2023\/10\/Christus-Pantokrator-300x227.png\" alt=\"Christus Pantokrator \" width=\"300\" height=\"227\" srcset=\"https:\/\/test5.mi-backup.ch\/wp-content\/uploads\/2023\/10\/Christus-Pantokrator-300x227.png 300w, https:\/\/test5.mi-backup.ch\/wp-content\/uploads\/2023\/10\/Christus-Pantokrator-1024x775.png 1024w, https:\/\/test5.mi-backup.ch\/wp-content\/uploads\/2023\/10\/Christus-Pantokrator-768x581.png 768w, https:\/\/test5.mi-backup.ch\/wp-content\/uploads\/2023\/10\/Christus-Pantokrator-425x321.png 425w, https:\/\/test5.mi-backup.ch\/wp-content\/uploads\/2023\/10\/Christus-Pantokrator-600x454.png 600w, https:\/\/test5.mi-backup.ch\/wp-content\/uploads\/2023\/10\/Christus-Pantokrator.png 1141w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" title=\"\"><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-96831\" class=\"wp-caption-text\">Christus Pantokrator in der Apsis der Kathedrale von Cefalu auf Sizilien (Italien). Mosaik im byzantinischen Stil. (CC-BY-SA 2.0 by Gun Powder Ma)<\/figcaption><\/figure>\n<p>Auch im neune Testament wird der Gedanke des messianischen Universalk\u00f6nigtums immer wieder betont. Bist du K\u00f6nig? fragt Pilatus. Die Antwort konnte nicht bestimmter lauten: Du sagst es. Ich bin es! Rex sum ego! Ich bin K\u00f6nig. Und in einem anderen feierlichen Augenblicke wiederholt er: Mir ist alle Gewalt gegeben im Himmel und auf Erden! (Mt. 28,18) Er muss herrschen, bis er alle Feinde unter seine F\u00fc\u00dfe lege, verk\u00fcndet Paulus. (1 Cor 15,25) Alles ist ihm unterworfen! (15,27)<\/p>\n<p>Christus ist also K\u00f6nig! K\u00f6nig im Vollsinn des Wortes ohne jedwede Einschr\u00e4nkung, auch die weltliche Herrschaft nicht ausgeschlossen. Wir haben kein Recht, die klaren Texte beider Testamente nur auf das geistige K\u00f6nigtum Jesu zu beziehen. Der ganze Christus, Gott und Mensch, ist K\u00f6nig, voll und ganz, \u00fcber alles Sichtbare und Unsichtbare im Himmel und auf Erden. Noch einmal: Alles ist ihm unterworfen! Auch die Politik! Auch die Wirtschaft! Auch die Technik! Auch der Handel! Auch die Wissenschaft! Auch die Kunst! Die Souver\u00e4nit\u00e4t Christi kennt keine Ausnahmen und keine Grenzen.<\/p>\n<p>Christus ist K\u00f6nig! K\u00f6nig \u00fcber alle Menschen. Der K\u00f6nig der K\u00f6nige! Der Kaiser der Kaiser! Der Pr\u00e4sident der Pr\u00e4sidenten! Die Regierung der Regierungen! Der Herr der Herren! Der Gesetzgeber der Gesetzgeber! Der Richter der Richter! Christus ist K\u00f6nig! K\u00f6nig in Tat und Wahrheit. Nicht nur als dekorative Figur, wie die F\u00fcrsten der konstitutionellen Staaten. Nicht nur als Ehrenvorsitzender der Liga der Nationen. Nicht nur dem Rechte, sondern auch der Macht nach. Er regiert wirklich. Er ben\u00fctzt auch seine Feinde, ob sie wollen oder nicht, um, wenigstens indirekt, seine Pl\u00e4ne zu verwirklichen, und wirft sie schlie\u00dflich, wenn sie widerstreben, alle weg wie zerbrochenes T\u00f6pfergeschirr.<\/p>\n<p>Es lebe Christus der K\u00f6nig! Ob sonst Republikaner oder nicht, hier m\u00fcssen wir alle Monarchisten sein, weil wir Katholiken sind, die schon am Taufstein dem unsterblichen K\u00f6nig der Jahrhunderte den Treueid geschworen. Des K\u00f6nigs Banner sollen wallen auf allen \u00f6ffentlichen Pl\u00e4tzen, auf allen Schulen, auf allen Arbeitst\u00e4tten, auf allen Rath\u00e4usern, auf allen Bergen! Wenn man in Zukunft uns nach unserer Politik fragt, antworten wir: Wir kennen nur eine: Es lebe der K\u00f6nig!<\/p>\n<p>Wir wissen: Er ist kein Spaziergang. Er ist ein Opferweg. Er geht \u00fcber den \u00d6lberg und \u00fcber Kalvaria, der Weg zum Sieg. Aber wer nicht bereit ist, f\u00fcr eine Sache zu leiden und zu bluten, ist auch nicht wert, f\u00fcr sie zu leben. Auf! Lasset uns gehen! Moriamur pro Christo Rege! Lasset uns sterben f\u00fcr Christus den K\u00f6nig!<\/p>\n<p>(aus: Jesus der K\u00f6nig, 1926)<\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"https:\/\/fsspx.ch\/de\/news-events\/news\/christus-unser-k%C3%B6nig-33141\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\" class=\"broken_link\">fsspx.ch<\/a><\/p>\n<\/section>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nach traditionellem katholischen Kalender wird am letzten Sonntag im Oktober Christus als K\u00f6nig gefeiert. 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